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Rohr-Reinigungen – Rohr- & Kanalservice

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Selbsthilfe

Abfluss verstopft und kein Pümpel da

Chemie ist bei einer Verstopfung fast immer die schwächere Idee. Wirksam ist Mechanik – und dafür braucht es keine Saugglocke. Drei Hilfsmittel, die praktisch jeder Haushalt hat, reichen für die meisten Fälle in Waschbecken und Dusche. Eine Voraussetzung entscheidet über Erfolg oder Fehlschlag: der Überlauf muss dicht sein.

Kurz gesagt

Ohne Pümpel funktionieren drei Methoden: der Flaschentrick mit einer gefüllten PET-Flasche, deren Hals in den Ablauf gedrückt und deren Körper kräftig gequetscht wird; ein Kabelbinder mit eingeschnittenen Kerben als Haarhaken; und ein Nasssauger im Saugbetrieb. Entscheidend ist bei allen Druckmethoden, den Überlauf mit einem feuchten Tuch zu verschließen – sonst entweicht der Druck dorthin und im Ablauf passiert nichts.

Klempner löst mit einer Saugglocke eine Verstopfung im Küchenspülbecken

Der Flaschentrick, richtig ausgeführt

Eine PET-Flasche zu drei Vierteln mit warmem Wasser füllen, den Hals fest auf den Ablauf setzen, dann den Flaschenkörper mit beiden Händen kräftig und ruckartig zusammendrücken. Der Wasserschlag wirkt wie eine kleine Saugglocke. Mehrfach wiederholen, dazwischen ansetzen lassen. Wichtig: der Hals muss dicht sitzen und der Überlauf verschlossen sein, sonst geht der Impuls nach oben statt nach unten.

Warum der Überlauf alles entscheidet

Waschbecken und Badewannen haben eine Öffnung unter dem Rand, die mit dem Ablauf verbunden ist. Jeder Druck sucht sich den kürzesten Weg – und der führt durch diese Öffnung, nicht in die Leitung. Ein feuchtes Tuch, mit der Hand kräftig dagegengehalten, ist der Unterschied zwischen wirkungslos und wirksam. Das gilt für den Flaschentrick genauso wie für eine Saugglocke.

Der Kabelbinder-Haken – der beste Trick fürs Bad

Nehmen Sie einen langen Kabelbinder und schneiden Sie mit einer Schere schräge Kerben in die Seiten, sodass kleine Widerhaken entstehen. Schieben Sie ihn in den Ablauf, drehen ihn ein paar Mal und ziehen langsam heraus. Bei Dusche und Waschbecken kommt damit heraus, was dort tatsächlich sitzt: ein Haarbüschel mit Seifenresten. Keine Chemie schafft das, weil Haare aus Keratin bestehen.

Nasssauger statt Saugglocke

Ein Nasssauger im Saugbetrieb zieht Wasser und Pfropf nach oben – das ist meist wirksamer als Druck, weil der Pfropf nicht weitergeschoben, sondern entfernt wird. Schlauch dicht auf den Ablauf setzen, Überlauf zuhalten, in kurzen Intervallen saugen. Der Filter muss für Nassbetrieb geeignet sein, sonst ruinieren Sie das Gerät.

Was Sie besser nicht tun

Keinen Draht mit Gewalt in Kunststoffabläufe schieben – er verkratzt und kann Dichtungen beschädigen. Keine Druckluft aus einer Kartusche in alte Steinzeugleitungen: Der Impuls verteilt sich, und bei einer schadhaften Muffe drückt es das Wasser ins Erdreich statt weiter. Und bei einem WC keinen Druck aufbauen, wenn die Fallleitung verstopft ist – der Inhalt kommt dann im Nachbarablauf wieder heraus.

Der Punkt, an dem Mechanik von Hand nicht reicht

Wenn alle Abläufe eines Strangs träge sind oder es beim Ablaufen gluckert, sitzt das Problem nicht im Siphon, sondern weiter hinten. Dann ist nichts von oben zu erreichen, und die Spirale muss über eine Reinigungsöffnung angesetzt werden. Diese Unterscheidung – ein Ablauf oder mehrere – ist die zuverlässigste Selbstdiagnose, die es gibt.

Zum Mitnehmen

  • Mechanik schlägt Chemie: der Pfropf besteht meist aus Haaren, nicht aus Fett.
  • Der Überlauf muss dicht sein, sonst geht jeder Druck ins Leere.
  • Der gekerbte Kabelbinder holt heraus, was kein Mittel löst.
  • Mehrere träge Abläufe im Strang bedeuten: nicht der Siphon, sondern die Leitung.

Häufige Fragen

Saugen, wenn Sie die Wahl haben. Drücken verschiebt den Pfropf nur weiter in die Leitung, wo er beim nächsten Mal an einer engeren Stelle sitzt. Saugen holt ihn heraus.

Schlecht – im Becken steht zu viel Wasser und die Flasche bekommt keinen dichten Sitz. Dort ist eine WC-Glocke mit Manschette das richtige Werkzeug.

Bei einem sichtbaren Siphon unter dem Waschbecken ja, mit einem Eimer darunter und von Hand statt mit der Zange. Wie das geht, steht bei Siphon reinigen.

Wenn nach zwei bis drei Versuchen kein Wasser abläuft. Ab dann steigt nur das Risiko, etwas zu beschädigen oder den Pfropf zu verdichten.

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