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Rohr-Reinigungen – Rohr- & Kanalservice

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Ablagerungen

Urinstein im Abflussrohr

Urinstein ist die unangenehmste Ablagerung im Abwasser: steinhart, konzentrisch von der Rohrwand nach innen wachsend und mit Reinigungsmitteln praktisch nicht erreichbar. Er entsteht dort, wo wenig gespült wird – und genau deshalb fällt er erst auf, wenn der Querschnitt zur Hälfte weg ist.

Kurz gesagt

Urinstein entsteht, wenn Harnstoff bakteriell zu Ammoniak abgebaut wird, der pH-Wert steigt und Calcium- und Magnesiumphosphate ausfallen. Die Ablagerung ist mineralisch, hart und wächst von der Rohrwand nach innen. Säure löst nur die dem Wasser zugewandte Oberfläche. Wirksam ist mechanische Entfernung: Kettenschleuder oder Fräse in Guss und Steinzeug, rotierende Hochdruckdüse in Kunststoff. Vorbeugung heißt: ausreichend spülen.

Zusammensetzung
Phosphate
Härte
zementartig
Entfernung
mechanisch
Blick in das Innere eines großen Stahlrohrs mit Lichtreflexen

Wie Urinstein entsteht

Frischer Urin ist leicht säuerlich. Bakterien in der Leitung spalten den enthaltenen Harnstoff zu Ammoniak, wodurch der pH-Wert steigt. In diesem alkalischen Milieu sind Calcium- und Magnesiumphosphate nicht mehr löslich und fallen an der Rohrwand aus. Über Jahre entsteht daraus eine harte, geschichtete Kruste – nicht als Pfropf im Rohr, sondern als Verengung von außen nach innen.

Wo er typischerweise auftritt

Überall, wo Urin lange in der Leitung steht: Bürotoiletten mit Nachtpause, Ferienwohnungen, Gästebäder, wasserlose Urinale, Pflegeeinrichtungen. Hartes Wasser beschleunigt den Vorgang, weil mehr Calcium zur Verfügung steht. Auch in Objekten mit modernen Spülkästen, die pro Spülung nur wenige Liter geben, sehen wir ihn häufiger als früher.

Warum Säure kaum weiterhilft

Säure löst mineralische Ablagerungen – theoretisch also genau richtig. Praktisch erreicht sie nur die innerste Schicht, wird dabei verbraucht und neutralisiert. Die Schichten darunter bleiben unberührt, und das Rohr ist nach der Behandlung minimal weiter als vorher. Bei starkem Befall gilt: Was mit Säure herausgelöst wird, ist wenige Zehntelmillimeter, während die Kruste Millimeter dick ist.

Was tatsächlich funktioniert

In Guss- und Steinzeugleitungen arbeiten wir mit Kettenschleuder oder Fräse: rotierende Werkzeuge, die die Kruste von der Rohrwand abtragen. In Kunststoffleitungen ist das zu aggressiv – dort ist eine rotierende Hochdruckdüse das richtige Werkzeug, die die Ablagerung mit Wasserstrahl abschert, ohne die Wand zu verletzen. Welches Verfahren infrage kommt, entscheidet das Rohrmaterial, nicht die Dicke des Belags.

Urinstein und Kalk unterscheiden

Kalk ist weißlich, spröde und lässt sich mit Säure gut angreifen. Urinstein ist gelblich bis braun, härter, riecht bei Bearbeitung deutlich nach Ammoniak und ist gegen Säure weitgehend beständig. Die Unterscheidung entscheidet, ob eine Behandlung mit Zitronensäure Sinn hat oder ob es direkt mechanisch werden muss.

Vorbeugen ist hier wirklich billiger

Die einzige verlässliche Vorbeugung ist Wasser: regelmäßig und in ausreichender Menge spülen. In selten genutzten Objekten hilft eine wöchentliche Vollspülung mehr als jedes Mittel. Wo dauerhaft wenig gespült wird, ist eine Reinigung im Intervall die günstigere Rechnung – gegenüber dem Punkt, an dem der Querschnitt so eng ist, dass die Leitung ersetzt werden muss.

Zum Mitnehmen

  • Urinstein ist eine mineralische Kruste, die von der Rohrwand nach innen wächst.
  • Säure erreicht nur die innerste Schicht – bei dicker Kruste wirkungslos.
  • Guss und Steinzeug: Kettenschleuder oder Fräse. Kunststoff: rotierende Hochdruckdüse.
  • Regelmäßig spülen ist die einzige wirksame Vorbeugung.

Häufige Fragen

Im Becken und im sichtbaren Spülrand ja, mit Säure und mechanisch. In der Leitung nicht – dort fehlen Zugang und Werkzeug, und aggressive Mittel schaden mehr, als sie lösen.

Das WC spült träge, im Spülrand bilden sich harte gelbliche Ablagerungen, und der Geruch bleibt trotz Reinigung. Genaue Auskunft gibt nur eine Kamerabefahrung.

Indirekt, weil weniger Calcium zur Verfügung steht. Die Bildung stoppt er nicht – Phosphate stammen aus dem Urin, nicht aus dem Trinkwasser.

Nach unserer Erfahrung alle ein bis zwei Jahre, abhängig von Wasserhärte und Spülmenge. Nach der ersten Befahrung können wir das Intervall belastbar festlegen.

Jetzt frei machen

Ein Anruf, und das Wasser läuft wieder ab.

Wir nennen den Preis, bevor wir anfangen, arbeiten sauber und hinterlassen eine Leitung, die dauerhaft frei bleibt. In Südbaden, Hochrhein & Schwarzwald meist innerhalb von 60 Minuten bei Ihnen.