
Fallrohr verstopft? Dann ist es nicht Ihre Wohnung.
Wenn im Erdgeschoss Wasser aus Dusche oder Waschbecken hochkommt, sobald zwei Etagen höher gespült wird, liegt die Ursache im gemeinsamen Fallrohr. Das ist kein Wohnungsproblem, sondern eine Sache des Gebäudes – mit Folgen für die Kostenverteilung. Der wichtigste erste Schritt: Niemand im Haus darf weiter Wasser nutzen.
Die nächsten Minuten entscheiden
Die meisten Folgeschäden entstehen, bevor jemand vor Ort ist. Mit diesen Schritten halten Sie den Schaden klein.
Nutzung im Haus stoppen
Über Hausmeisterdienst, Aushang oder direkt: Küche, Bad und Waschmaschine für die Dauer des Einsatzes nicht benutzen. Sonst arbeiten wir gegen nachlaufendes Wasser.
Betroffene Räume räumen
In der untersten Wohnung tritt es aus. Textilien und Elektrogeräte heraus, Boden mit Handtüchern eingrenzen.
Keine Chemie
In einem Strang, in dem Wasser steht, bleibt die Lauge und verteilt sich über mehrere Etagen. Für uns wird die Arbeit danach gefährlich.
Verwaltung informieren
Das Fallrohr ist Gemeinschaftseigentum. Verwaltung oder Eigentümer sollten von Anfang an im Bild sein – auch wegen der Kosten.
Die üblichen Verdächtigen
Fettschicht über mehrere Etagen
Küchenabwasser kühlt in der Fallleitung ab, Fett setzt sich an der Wand fest und wächst über Jahre zur Engstelle.
Hygieneartikel und Feuchttücher
Verhaken sich an Abzweigen und Bögen und fangen alles Weitere auf – in Mehrparteienhäusern die häufigste akute Ursache.
Alte Gussleitungen
Die raue Innenwand älterer Gussrohre hält Ablagerungen fest. Der Querschnitt ist oft schon deutlich verengt, bevor etwas auffällt.
Zugebaute Reinigungsöffnungen
Wenn beim Umbau die Revisionsöffnung verkleidet wurde, fehlt der Zugang – dann dauert der Einsatz länger als nötig.
Was Sie besser lassen
Gut gemeint, aber teuer: Diese Hausmittel verschlimmern die Lage in den meisten Fällen – und machen die spätere Arbeit gefährlicher.
In der eigenen Wohnung suchen
Der Siphon ist nicht die Ursache, wenn Wasser aus einem anderen Ablauf hochkommt. Zeitverlust, während der Strang weiter zuläuft.
Rohrreiniger in jede Etage
Multipliziert nur die Chemie im Strang, ohne die Fettschicht zu lösen.
Saugglocke im Erdgeschoss
Drückt den Pfropf im Strang bestenfalls hin und her, meist ohne Wirkung – und presst Abwasser in andere Anschlüsse.
Abwarten bis Montag
Solange oben genutzt wird, steigt der Wasserstand im Strang. Die Wohnung unten trägt den Schaden.
Was wir vor Ort machen
Zugang klären
Wir brauchen Keller, Steigschacht und Reinigungsöffnung. Wer aufschließt, klären wir schon am Telefon – das ist bei Wohnanlagen der häufigste Zeitfresser.
Strang stilllegen
Nutzung im Haus stoppen, dann arbeiten wir von der Reinigungsöffnung aus über die gesamte Höhe.
Spülen und fräsen
Hochdruck gegen die Fettschicht, Fräse gegen harte Beläge. Die Wand bleibt zu, wir arbeiten über die vorhandenen Öffnungen.
Dokumentieren
Kamerabild mit Entfernungsangabe: In welchem Abschnitt saß die Ursache? Das entscheidet, ob die Gemeinschaft oder eine Partei zahlt.
Das Fallrohr ist Gemeinschaftseigentum, die Kosten trägt grundsätzlich die Eigentümergemeinschaft und regelmäßige Spülungen sind meist als Betriebskosten umlegbar. Liegt die Ursache eindeutig in einer Wohnung, sieht es anders aus – deshalb dokumentieren wir die Fundstelle.
Bei akuter Gefahr für die Wohnung ja. Informieren Sie Vermieter oder Verwaltung möglichst zeitnah; unser Protokoll belegt Ursache und Ort des Problems.
In Häusern mit hoher Belegung alle ein bis zwei Jahre. Das ist deutlich günstiger als wiederholte Notdiensteinsätze in den unteren Wohnungen.
Ein Anruf, und das Wasser läuft wieder ab.
Wir nennen den Preis, bevor wir anfangen, arbeiten sauber und hinterlassen eine Leitung, die dauerhaft frei bleibt. In Südbaden, Hochrhein & Schwarzwald meist innerhalb von 60 Minuten bei Ihnen.