
Wasser im Keller? Zuerst der Strom, dann das Wasser.
Wasser im Keller hat drei sehr unterschiedliche Ursachen, und die Unterscheidung entscheidet über die Reihenfolge: Rückstau aus dem Kanal, drückendes Grundwasser oder ein Rohrbruch im Haus. Bevor irgendetwas anderes passiert, gilt: Strom für den betroffenen Bereich abschalten, bevor Sie den Keller betreten.
Die nächsten Minuten entscheiden
Die meisten Folgeschäden entstehen, bevor jemand vor Ort ist. Mit diesen Schritten halten Sie den Schaden klein.
Strom abschalten – zuerst
Reicht Wasser an Steckdosen, Verteiler, Heizung oder Geräte, schalten Sie den betreffenden Stromkreis ab, bevor Sie hineingehen. Bei Zweifel den Hauptschalter.
Abflüsse nicht benutzen
Kein WC, keine Waschmaschine, keine Dusche im Haus. Bei Rückstau kommt jeder Liter im Keller wieder hoch.
Hochstellen statt abpumpen
Alles Bewegliche auf Regale und Paletten. Abpumpen erst, wenn der Strom gesichert und die Ursache klar ist.
Wasser fotografieren
Stand und Ausbreitung dokumentieren, bevor Sie räumen – das brauchen Sie für die Versicherung.
Die üblichen Verdächtigen
Rückstau aus dem Kanal
Trübes, riechendes Wasser punktuell aus einem Bodenablauf, meist während Starkregen. Ursache: überstauter Kanal, fehlende oder defekte Rückstausicherung.
Drückendes Grundwasser
Klares Wasser flächig durch Wand oder Boden, eher nach anhaltendem Regen. Hier ist die Drainage das Thema, nicht das Abwasser.
Rohrbruch im Haus
Klares Wasser unabhängig vom Wetter, oft mit hörbarem Rauschen. Dann zählt das Abstellen der Hauptleitung.
Verstopfte Grundleitung
Das Wasser läuft nicht ab, weil die eigene Leitung dicht ist – erkennbar daran, dass es schon vor dem Regen träge war.
Was Sie besser lassen
Gut gemeint, aber teuer: Diese Hausmittel verschlimmern die Lage in den meisten Fällen – und machen die spätere Arbeit gefährlicher.
Sofort abpumpen
Bei drückendem Grundwasser kann zu schnelles Abpumpen die Bodenplatte belasten. Und im Wasser stehende Pumpen bei eingeschaltetem Strom sind lebensgefährlich.
Bodenablauf zustopfen
Verlagert den Rückstau nur an die nächste Öffnung – meist die Waschmaschine oder das Kellerbad.
Warten, bis es weggeht
Feuchte Wände und Estrich trocknen nicht von selbst aus. Je später die Trocknung beginnt, desto größer der Schaden.
Rückstauklappe selbst schließen
Wenn sie klemmt, ist sie ohnehin defekt. Gewalt macht daraus einen Austausch statt einer Reinigung.
Was wir vor Ort machen
Lage aufnehmen
Wo tritt es aus, wie sieht das Wasser aus, was war zuerst da – daraus ergibt sich, ob wir spülen, prüfen oder absaugen.
Absaugen und sichern
Mit Saugtechnik statt Eimer. Der Bereich wird gesichert, damit Abwasser nicht weiter in Fußleisten und Estrich zieht.
Ursache klären
Grundleitung spülen, Kamera einsetzen, Rückstausicherung prüfen. Sie erfahren, was tatsächlich passiert ist.
Dokumentation
Fotos, Kamerabild und Protokoll für Versicherung, Verwaltung oder Gemeinde – das brauchen Sie für die Regulierung.
Das hängt an der Ursache und Ihrer Police: Rückstau ist häufig nur mit Elementarschadenbaustein gedeckt, ein Rohrbruch fällt in die Leitungswasserversicherung. Unsere Dokumentation mit Fotos und Kamerabild ist die Grundlage für die Meldung.
Das Wasser kommt punktuell aus einem Bodenablauf oder der Kellertoilette, ist trüb und riecht nach Abwasser – meist genau während eines Starkregens. Grundwasser ist klar und kommt flächig.
Eine funktionierende Rückstausicherung unterhalb der Rückstauebene, regelmäßig gewartet. Wir prüfen, ob eine vorhanden, richtig eingebaut und dicht ist – eine verschmutzte Klappe hält nichts.
Ein Anruf, und das Wasser läuft wieder ab.
Wir nennen den Preis, bevor wir anfangen, arbeiten sauber und hinterlassen eine Leitung, die dauerhaft frei bleibt. In Südbaden, Hochrhein & Schwarzwald meist innerhalb von 60 Minuten bei Ihnen.