Rohrbruch oder Verstopfung? Notdienst rund um die Uhr – auch Sonn- und Feiertags.
+49 7742 9789880Cola gegen verstopften Abfluss
Der Tipp hält sich, weil Cola tatsächlich Säure enthält – nur eben sehr wenig, sehr verdünnt und in Begleitung von 100 Gramm Zucker pro Liter. Was im Abfluss davon ankommt, ist eher Nahrung für den Biofilm als ein Reinigungsmittel.
Cola löst keine Verstopfung. Sie enthält etwa 0,05 Prozent Phosphorsäure und erreicht einen pH-Wert um 2,5 – genug, um über Tage hinweg Kalk anzugreifen, aber nicht in den Minuten, die sie im Abfluss verbringt. Fett löst Säure grundsätzlich nicht, dafür braucht es Alkalität und Wärme. Der Zuckeranteil nährt genau den Biofilm, der den Geruch verursacht. Ein Liter Cola kostet mehr als ein Kilogramm Natron und wirkt schlechter.

Woher der Mythos kommt
Die Legende stammt aus einer anderen Disziplin: Cola löst über Nacht Rost von Schrauben und macht Münzen blank. Das stimmt, hat aber zwei Voraussetzungen, die im Abfluss fehlen – die Oberfläche liegt frei, und die Einwirkzeit beträgt Stunden bis Tage. Im Ablauf ist die Flüssigkeit nach Minuten in der Fallleitung und die Ablagerung liegt unter Wasser.
Was Phosphorsäure kann und was nicht
Phosphorsäure greift mineralische Ablagerungen an: Kalk, Urinstein, Rost. Sie greift keine organischen Ablagerungen an – Fett, Haare, Seifenreste, Textilfasern bleiben unberührt. Da die typische Küchenverstopfung aus Fett und Speiseresten besteht und die typische Badverstopfung aus Haaren und Seife, trifft Cola in beiden Fällen das falsche Ziel.
Der Zucker ist das eigentliche Problem
Ein Liter Cola enthält rund 100 Gramm Zucker. Was davon an der Rohrwand haftet, ist Substrat für Bakterien – also für genau den Biofilm, der für den fauligen Geruch aus dem Ablauf verantwortlich ist. Wer Cola als Reinigung einsetzt, füttert das Problem, das er meint zu behandeln.
Die Variante mit Backpulver
Cola und Backpulver zusammen ergibt viel Schaum und dieselbe Neutralisation wie Essig und Natron: Säure und Base heben sich auf, das Kohlendioxid steigt nach oben. Der einzige Unterschied ist, dass danach Zucker im Rohr bleibt. Diese Kombination ist die schlechteste der bekannten Hausmittel-Varianten.
Wenn Säure die richtige Idee ist
Es gibt Fälle, in denen Säure hilft – bei Kalkablagerungen und bei Urinstein. Dafür nimmt man Zitronensäure in wirksamer Konzentration, nicht ein Erfrischungsgetränk. Wie das geht und wo die Grenzen liegen, steht bei Soda und Zitronensäure sowie bei Urinstein im Abflussrohr.
Zum Mitnehmen
- 0,05 Prozent Phosphorsäure und Minuten Kontaktzeit lösen keine Ablagerung.
- Säure greift Mineralien an, aber nie Fett oder Haare – die häufigsten Ursachen.
- Der Zucker nährt den Biofilm und verschlimmert den Geruch.
- Wenn Säure sinnvoll ist, dann als Zitronensäure in wirksamer Konzentration.
Häufige Fragen
Meist ist es die Menge Flüssigkeit und die Zeit, nicht das Mittel. Ein Liter, der zügig nachläuft, kann eine schon nachgebende Teilverstopfung freispülen. Mit Wasser hätte es genauso geklappt.
Dann wirkt das heiße Wasser. Bei einem Fettfilm ist die Wärme der aktive Anteil, die Cola trägt nichts bei, außer Zucker.
Der Säureanteil ist zu gering, um Material anzugreifen. Schaden nimmt eher die Wartezeit: Während Sie ausprobieren, sitzt der Pfropf fester und nimmt weiteres Material auf.
Ein Anruf, und das Wasser läuft wieder ab.
Wir nennen den Preis, bevor wir anfangen, arbeiten sauber und hinterlassen eine Leitung, die dauerhaft frei bleibt. In Südbaden, Hochrhein & Schwarzwald meist innerhalb von 60 Minuten bei Ihnen.