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Rohr-Reinigungen – Rohr- & Kanalservice

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Drainage

Drainage verstopft

Eine Ringdrainage arbeitet unsichtbar und meldet sich erst, wenn sie nicht mehr arbeitet – meist als feuchte Kellerwand nach einer nassen Woche. Bis dahin hat sie oft jahrelang zugesetzt, und zwar mit einem Material, an das die wenigsten denken.

Kurz gesagt

Drainagen setzen sich auf drei Wegen zu: durch Verockerung, also Eisenverbindungen aus dem Grundwasser, die als rotbrauner Schlamm ausfallen und die Sickerschlitze verkleben; durch eingeschwemmten Feinschlamm bei fehlendem oder gealtertem Filtervlies; und durch Wurzeln, die in die Rohröffnungen wachsen. Gereinigt wird mit Hochdruckspülung über die Kontrollschächte, bei Verockerung mit rotierenden Düsen und angepasstem Druck. Ohne Kontrollschächte lässt sich eine Drainage weder prüfen noch spülen – das ist der häufigste Baumangel.

Hauptursache
Verockerung
Zugang
Kontrollschächte
Prüfung
Kamera und Spülung
Blaue Schlauchtrommel mit Hochdruckschläuchen an einem Kanalreinigungsfahrzeug

Was eine Drainage leisten soll

Sie fängt Sickerwasser ab, bevor es an der Kellerwand ansteht, und führt es zu einem Vorfluter, einer Versickerung oder – wo zulässig – in die Kanalisation. Wirksam ist sie nur im Zusammenspiel mit Filterschicht und Vlies: Das Wasser muss hinein, der Boden muss draußen bleiben. Genau an dieser Trennung scheitert sie im Alter, und dann sammelt sie nicht mehr, sondern liegt als vollgelaufenes Rohr im Boden.

Verockerung – das unterschätzte Problem

In eisenhaltigem Grundwasser fallen unter Sauerstoffzutritt Eisenverbindungen aus. Sie setzen sich als rotbrauner, zäher Schlamm in den Sickerschlitzen und an der Rohrwandung ab, häufig unterstützt von Eisenbakterien. Das Ergebnis ist eine Leitung, die zwar noch offen aussieht, deren Öffnungen aber verklebt sind – Wasser kommt gar nicht mehr hinein. Betroffene Grundstücke haben das dauerhaft, weshalb dort ein festes Spülintervall die einzige tragfähige Antwort ist.

Woran Sie es merken

Feuchte Sockelbereiche und Kellerwände nach längeren Regenphasen, obwohl früher alles trocken war. Wasser, das in Lichtschächten steht. Ein Kontrollschacht, in dem dauerhaft Wasser über der Rohrsohle steht oder in dem sich rotbrauner Schlamm findet. Und der einfachste Test: In einen Schacht Wasser einlaufen lassen und beobachten, ob es abfließt – tut es das nicht, ist der Abschnitt dahinter dicht.

Wie die Spülung abläuft

Gearbeitet wird über die Kontrollschächte, abschnittsweise gegen die Fließrichtung. Eingesetzt werden Düsen mit angepasstem Druck: Zu hoher Druck kann Filterschicht und Vlies beschädigen und Boden ins Rohr spülen, zu niedriger löst die Verockerung nicht. Bei starkem Ockerbefall kommen rotierende Düsen zum Einsatz. Anschließend wird gespült, bis das Rückwasser klar ist, und der Erfolg mit der Kamera kontrolliert.

Wenn Schächte fehlen

Viele Drainagen wurden ohne Kontroll- und Spülschächte verlegt. Dann gibt es keinen Zugang, und die Leitung ist weder prüfbar noch reinigbar. In diesen Fällen ist das Nachrüsten von Schächten an den Gebäudeecken die eigentliche Investition – danach ist die Anlage wartbar, und die Spülung wird zur Routine statt zur Grabung. Ohne diesen Schritt bleibt nur, den Zustand hinzunehmen oder die Drainage freizulegen.

Intervall und Erwartung

Auf unbelasteten Grundstücken genügt eine Kontrolle alle paar Jahre. Bei nachgewiesener Verockerung sind ein- bis zweijährige Spülungen üblich, in extremen Fällen häufiger. Wichtig ist die realistische Erwartung: Eine Spülung stellt die Funktion wieder her, sie verhindert die Neubildung nicht. Wer das als Wartung plant, fährt deutlich günstiger als der, der auf den nassen Keller wartet.

Zum Mitnehmen

  • Rotbrauner Schlamm im Schacht ist die Verdachtsdiagnose Verockerung.
  • Ohne Kontrollschächte ist eine Drainage weder prüf- noch spülbar.
  • Druck und Düse müssen zur Filterschicht passen, nicht umgekehrt.
  • Bei Ockerbefall ist ein festes Intervall die einzige tragfähige Antwort.

Häufige Fragen

Das regeln die kommunalen Satzungen und es ist vielerorts nicht oder nur mit Genehmigung zulässig. Vor einem Anschluss lohnt der Blick in die Entwässerungssatzung – nachträgliche Beanstandungen sind unangenehm.

Nein. Sie entlastet die Wand von drückendem Wasser, ist aber kein Ersatz für eine fehlende oder schadhafte Bauwerksabdichtung. Bei feuchten Wänden gehören beide Fragen zusammen betrachtet.

Auf dem Kamerabild als feine, dichte Bärte an den Rohröffnungen. Sie treten dort auf, wo Bäume und Sträucher nah am Gebäude stehen, und werden mechanisch entfernt.

Sie hängt an Länge, Zugänglichkeit und Ockergrad. Der planbare Wartungstermin liegt deutlich unter dem, was eine Freilegung nach Schadensfall kostet – das ist der eigentliche Vergleich.

Jetzt frei machen

Ein Anruf, und das Wasser läuft wieder ab.

Wir nennen den Preis, bevor wir anfangen, arbeiten sauber und hinterlassen eine Leitung, die dauerhaft frei bleibt. In Südbaden, Hochrhein & Schwarzwald meist innerhalb von 60 Minuten bei Ihnen.