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Rohr-Reinigungen – Rohr- & Kanalservice

Rohrbruch oder Verstopfung? Notdienst rund um die Uhr – auch Sonn- und Feiertags.

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Ursache Haare

Haare im Abfluss

Ein Mensch verliert am Tag rund achtzig Haare. In einem Haushalt mit langen Haaren summiert sich das über ein Jahr auf eine erhebliche Menge, und ein Teil davon landet im Ablauf. Dort trifft es auf Seifenreste – und daraus entsteht das Material, an dem jedes Reinigungsmittel scheitert.

Kurz gesagt

Haare bestehen aus Keratin und sind chemisch sehr stabil: Lauge greift sie über Stunden nur an der Oberfläche an, ein Büschel löst sie nicht. Zusätzlich verhaken sich Haare zu einem Netz, in dem Seifenkalk – Kalkseife aus Fettsäuren und hartem Wasser – aushärtet. Das Ergebnis ist ein fester Zopf, der nur mechanisch entfernt werden kann. Wirksam sind ein gekerbter Kabelbinder, das Öffnen des Siphons und vor allem ein Haarsieb.

Haarverlust
ca. 80/Tag
Angreifbar
nur mechanisch
Vorbeugung
Haarsieb
Hand im blauen Schutzhandschuh hält eine aufgerollte Rohrreinigungsspirale

Warum Chemie hier nichts erreicht

Keratin ist ein Faserprotein mit Schwefelbrücken – dieselbe Eigenschaft, die Haare reißfest macht, macht sie chemisch widerstandsfähig. Alkalische Rohrreiniger greifen die Oberfläche an und lassen Haare aufquellen, aber ein verfilztes Büschel bleibt als Ganzes bestehen. Nach der Einwirkzeit ist das Mittel verbraucht und der Pfropf noch da, oft ergänzt um Granulatreste.

Der Seifenkalk macht den Zopf hart

Seife reagiert mit Calcium aus hartem Wasser zu Kalkseife – dem grauen, klebrigen Belag, den man auch an Fliesen kennt. In einem Haarnetz härtet dieses Material aus und verbindet die Fasern zu einem festen Körper. Deshalb kommen in Regionen mit hartem Wasser die Verstopfungen früher, und deshalb hilft Soda gegen den Seifenanteil, während die Haare selbst mechanisch heraus müssen.

Wo die Haare sitzen – je nach Ablauf

In der Dusche im Haarsieb oder direkt im Flachsiphon, wenige Zentimeter unter dem Rost. In der Badewanne im Ablaufkreuz unter dem Stopfen, wo Ablauf und Überlauf zusammenkommen. Im Waschbecken im Becher des Flaschensiphons, den man abdrehen kann. In allen drei Fällen liegt das Material in Reichweite – man muss nur wissen, dass es dort ist und nicht tief im Rohr.

Herausholen statt hineinspülen

Der gekerbte Kabelbinder ist das beste Werkzeug: mit der Schere schräge Einschnitte anbringen, sodass Widerhaken entstehen, einschieben, ein paar Mal drehen und langsam herausziehen. Was hochkommt, ist unappetitlich und der Beweis, dass es funktioniert hat. Bei Waschbecken und Spüle ist das Abdrehen des Siphonbechers noch gründlicher, bei Duschrinnen das Entnehmen des Einsatzes.

Das Haarsieb ist die beste Investition am Haus

Ein Edelstahlsieb für wenige Euro fängt praktisch alles ab, was sonst zum Zopf wird – vorausgesetzt, es wird nach jedem Duschen ausgeräumt. Wichtig ist die Passform: Ein Sieb, das nicht plan aufliegt, lässt an den Rändern Haare vorbei. In Duschrinnen gibt es passende Einlagen der Hersteller, in Wannen mit Excenter-Stopfen leider selten – dort hilft nur das regelmäßige Öffnen der Garnitur.

Was zusätzlich hilft

Lange Haare vor dem Duschen trocken durchbürsten – was dabei ausfällt, kommt nicht in den Ablauf. Nach dem Duschen kurz mit heißem Wasser nachspülen, damit Pflegeprodukte und Duschgel nicht an der Rohrwand abkühlen. Und einmal im Monat Soda mit heißem Wasser gegen den Seifenkalk, der die Haare zusammenklebt – das verlängert die Abstände erheblich, ohne dass Sie etwas ausbauen müssen.

Zum Mitnehmen

  • Keratin ist chemisch stabil – Rohrreiniger löst kein Haarbüschel.
  • Kalkseife härtet im Haarnetz aus und macht daraus einen festen Zopf.
  • Das Material liegt in Reichweite: Haarsieb, Ablaufkreuz, Siphonbecher.
  • Haarsieb plus monatliche Sodaspülung verhindert die meisten Einsätze.

Häufige Fragen

Ja. Der Zopf ist ein Biofilm-Träger: In dem organischen Material siedeln Bakterien, die den fauligen Geruch erzeugen. Nach der mechanischen Entfernung verschwindet er meist von selbst.

Gegen den organischen Anteil über längere Zeit etwas, gegen die Fasern selbst nicht. Als monatliche Pflege bei einem trägen Ablauf vertretbar, als Notfallhilfe nicht.

Bei Haushalten mit langen Haaren ein- bis zweimal jährlich, das genügt in der Regel. Wer ein Haarsieb konsequent nutzt, kommt mit deutlich weniger aus.

Wenn nach dem Öffnen von Sieb und Siphon kein Wasser abläuft. Dann sitzt der Zopf hinter dem Siphon, und dort kommen Sie ohne Spirale nicht hin.

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