Rohrbruch oder Verstopfung? Notdienst rund um die Uhr – auch Sonn- und Feiertags.
+49 7742 9789880Rohrreinigungsset für den Hochdruckreiniger
Fünfzehn Meter Schlauch mit einer kleinen Messingdüse, für wenig Geld im Baumarkt – und die Frage, ob sich damit der Handwerker ersparen lässt. Die Antwort ist geteilt: Für zwei Anwendungen ist das Set eine sinnvolle Anschaffung, für die Fälle, in denen die meisten es kaufen, ist es das falsche Werkzeug.
Die Sets funktionieren über eine Rückstoßdüse: Drei Strahlen nach hinten ziehen den Schlauch ins Rohr und lösen Belag, einer nach vorn öffnet den Weg. Für Fallrohre der Dachrinne, Terrassen- und Hofabläufe und kurze Strecken in DN 40 bis 70 ist das brauchbar. Für Grundleitungen nicht: Ein Haushaltsgerät liefert wenige Liter pro Minute, und ohne Wassermenge wird die Ablagerung nur weitergeschoben. Wichtigste Regel: Schlauch erst einführen, dann Wasser einschalten.

Wie die Rückstoßdüse arbeitet
In der Düse sitzen mehrere schräg nach hinten gerichtete Bohrungen und meist eine nach vorn. Die nach hinten austretenden Strahlen erzeugen Schub, der den Schlauch selbstständig ins Rohr zieht, und lösen gleichzeitig Belag von der Wand. Das Prinzip ist dasselbe wie bei professioneller Spültechnik – der Unterschied liegt ausschließlich in Wassermenge und Druck.
Wofür es wirklich taugt
Erstens Regenfallrohre und Standrohre: gerade Strecken, gut zugänglich, Laub und Schlamm lassen sich lösen und spülen. Zweitens Terrassen-, Hof- und Garagenabläufe mit kurzem Weg bis zum Schlammfang. Drittens kurze Anschlussleitungen in Küche und Bad, wenn der Belag Fett und Seife ist. In diesen drei Fällen ist das Set sein Geld wert und erspart tatsächlich einen Termin.
Warum es an Grundleitungen scheitert
Ein üblicher Hochdruckreiniger fördert um 500 Liter pro Stunde. Professionelle Spülwagen bewegen ein Vielfaches davon pro Minute. Der Druck löst in beiden Fällen etwas ab – aber nur die Wassermenge trägt es zum Kanal. Mit Haushaltstechnik lösen Sie eine Ablagerung an einer Stelle und lagern sie einige Meter weiter erneut ab, wo der nächste Engpass entsteht. Das erklärt, warum es beim ersten Mal scheinbar hilft und beim zweiten Mal schlechter wird.
Die Fehler, die teuer oder gefährlich werden
Wasser einschalten, während die Düse noch außerhalb ist: Der Schlauch schlägt um sich und die Düse kann treffen. Ebenso beim Herausziehen – zuerst abschalten. Zweitens: Zu viel Kraft beim Vorschieben. Wenn der Schlauch nicht mehr von selbst zieht, ist die Grenze erreicht, und weiteres Drücken knickt ihn. Drittens: Einsatz in alten Steinzeugleitungen mit offenen Muffen, wo der Wasserstrahl ins Erdreich austritt und Material unterspülen kann.
Die Anleitung in fünf Schritten
Düse und mindestens einen Meter Schlauch in den Ablauf einführen, dann das Gerät starten. Schlauch mit leichtem Vorschub führen und ihn ziehen lassen. Alle zwei bis drei Meter kurz zurückziehen und wieder vorschieben, damit gelöstes Material nach vorn abgeht. Vor dem Herausziehen abschalten. Danach mit reichlich warmem Wasser nachspülen, damit Gelöstes die Leitung verlässt.
Was Sie sich damit nicht ersparen
Haare und Textilien: Wasser löst kein Keratin und keine Faser. Wurzeln: Dafür braucht es Schneidwerkzeug. Einen Versatz oder eine Senke: Da kommt der Schlauch nicht durch, und das ist bereits der Befund. Und den Blick in die Leitung – wenn dieselbe Stelle regelmäßig zusetzt, ist die Frage nicht mehr wie man spült, sondern warum es nötig ist.
Zum Mitnehmen
- Die Rückstoßdüse arbeitet richtig, nur mit zu wenig Wasser.
- Sinnvoll für Fallrohre, Hofabläufe und kurze Anschlussleitungen.
- An Grundleitungen verlagert es die Ablagerung, statt sie zu entfernen.
- Immer erst einführen, dann einschalten – und vor dem Herausziehen abschalten.
Häufige Fragen
Fünfzehn Meter sind das Maximum, bei dem sich mit Haushaltsdruck noch etwas bewegt. Längere Schläuche verlieren so viel Druck, dass der Rückstoß nicht mehr trägt.
Intakten Kunststoff- und Gussleitungen nicht, die Drücke sind dafür unkritisch. Problematisch sind schadhafte Muffen in Steinzeug und alle Stellen, an denen Wasser bereits austritt.
Davon würde ich abraten. Der Weg macht mehrere Kehren, der Schlauch verklemmt leicht, und Spritzwasser aus einem WC ist nichts, was man im Bad verteilen will.
Wegen der Wassermenge und weil wir Düsen wechseln können – Räumdüse, Rotationsdüse, Bodendüse je nach Belag. Mehr dazu bei Spirale, Hochdruck oder Fräse.
Ein Anruf, und das Wasser läuft wieder ab.
Wir nennen den Preis, bevor wir anfangen, arbeiten sauber und hinterlassen eine Leitung, die dauerhaft frei bleibt. In Südbaden, Hochrhein & Schwarzwald meist innerhalb von 60 Minuten bei Ihnen.