Rohrbruch oder Verstopfung? Notdienst rund um die Uhr – auch Sonn- und Feiertags.
+49 7742 9789880Industrielle Rohrreinigung
In einem Wohnhaus kostet eine Verstopfung Nerven. In einem Produktionsbetrieb kostet sie Stunden Stillstand, und die stehen in keinem Verhältnis zum Preis der Reinigung, die man sich gespart hat. Deshalb ist industrielle Rohrreinigung vor allem eine Planungsaufgabe.
Der Unterschied liegt in vier Punkten: Die Medien sind aggressiver oder anders zusammengesetzt als häusliches Abwasser – Fette, Öle, Späne, Farbreste, Prozesswasser. Die Leitungen sind länger, größer und oft schlecht zugänglich. Ein ungeplanter Ausfall kostet mehr als jede Wartung. Und es gelten Nachweispflichten gegenüber Behörden und Versicherern. Entsprechend wird nicht auf den Schadensfall reagiert, sondern in festen Intervallen gespült, befahren und dokumentiert.

Andere Medien, andere Ablagerungen
In Lebensmittelbetrieben dominieren Fette und Proteine, in metallverarbeitenden Betrieben Späne, Kühlschmierstoffe und Emulsionen, in Lackierereien Farb- und Feststoffanteile. Jede dieser Ablagerungen verhält sich anders: Emulsionen bilden zähe Schichten, Späne setzen sich in Senken ab, Kalk und Zementschlämme härten aus. Vor der ersten Reinigung steht deshalb die Frage, was tatsächlich in der Leitung ist – und die beantwortet die Kamera zuverlässiger als jede Vermutung.
Technik nach Durchmesser und Belag
Hochdruckspülung mit hoher Wassermenge für lange Strecken und weiche Ablagerungen; Rotationsdüsen für anhaftende Schichten; Fräs- und Kettenschleuderköpfe für ausgehärtete Inkrustierungen und Betonschlamm; Saugtechnik dort, wo Feststoffe abtransportiert werden müssen und nicht in den Kanal dürfen. Bei Sonderabwässern kommt hinzu, dass das Spülgut fachgerecht entsorgt und dokumentiert werden muss – nicht jedes Medium darf ohne Weiteres in die Kanalisation.
Das Zeitfenster ist der Auftrag
Der eigentliche Planungspunkt ist nicht die Technik, sondern der Stillstand. Reinigung findet in Betriebsruhe statt: nachts, am Wochenende, im Wartungsfenster oder im Betriebsurlaub. Wer das früh abstimmt, bekommt einen planbaren Termin und vermeidet den teuren Fall, in dem die Anlage ungeplant steht. Deshalb gehört zur Angebotsphase immer die Frage, wie lange der betroffene Abschnitt außer Betrieb sein kann.
Fettabscheider und Vorbehandlung
Wo Fette anfallen, ist ein Abscheider vorgeschrieben und muss regelmäßig entleert und gewartet werden. Er ist der Grund, warum manche Betriebe nie ein Leitungsproblem haben und andere jedes Quartal – ein überfüllter oder falsch dimensionierter Abscheider verlagert das Fett schlicht in die Grundleitung. Zur sauberen Wartung gehört neben der Entleerung die Sichtprüfung von Zulauf, Tauchwand und Ablauf.
Dokumentation ist Teil der Leistung
Kamerabefahrung mit Streckenangabe, Zustandsbewertung, Aufnahme und Protokoll. Das brauchen Sie für drei Zwecke: als Nachweis gegenüber Behörde und Versicherer, als Grundlage für die Intervallplanung und als Beweismittel, falls über eine Schadensursache gestritten wird. Ein Einsatz ohne Protokoll ist im gewerblichen Umfeld ein halber Einsatz.
Wie ein sinnvolles Intervall entsteht
Nicht nach Kalender, sondern nach Befund. Erste Befahrung, Reinigung, zweite Befahrung nach sechs bis zwölf Monaten – aus dem Vergleich ergibt sich, wie schnell die Strecke wieder zusetzt. Danach wird das Intervall angepasst, häufig auf halbjährlich bei Lebensmittelbetrieben und jährlich bei geringerer Belastung. Diese zwei Messpunkte sind der ganze Aufwand, und sie ersetzen die Schätzung, die sonst entweder zu teuer oder zu spät ist.
Zum Mitnehmen
- Der Belag bestimmt die Technik – deshalb zuerst die Kamera.
- Der Auftrag ist das Zeitfenster, nicht der Spülwagen.
- Ein gewarteter Fettabscheider verhindert die meisten Leitungsprobleme.
- Zwei Befahrungen im Abstand ergeben das Intervall, das wirklich passt.
Häufige Fragen
Das hängt an Streckenlänge und Belag. Ein einzelner Abschnitt mit Befahrung ist an einem halben Tag machbar, ein größeres Netz braucht mehrere Nächte – deshalb wird abschnittsweise geplant.
Selten komplett. In der Regel reicht es, den betroffenen Strang außer Betrieb zu nehmen. Welche Abschnitte zusammenhängen, klärt die Bestandsaufnahme vor dem Termin.
Bei belasteten Medien nur ein Betrieb mit entsprechender Zulassung und Nachweisführung. Lassen Sie sich die Entsorgungswege benennen, bevor der Auftrag erteilt wird – das ist im Zweifel Ihre Nachweispflicht.
Sobald ein ungeplanter Stillstand mehr kostet als zwei geplante Termine – und das ist in der Fertigung fast immer der Fall. Der zweite Vorteil ist der feste Ansprechpartner, der Ihre Anlage kennt.
Ein Anruf, und das Wasser läuft wieder ab.
Wir nennen den Preis, bevor wir anfangen, arbeiten sauber und hinterlassen eine Leitung, die dauerhaft frei bleibt. In Südbaden, Hochrhein & Schwarzwald meist innerhalb von 60 Minuten bei Ihnen.