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Rohr-Reinigungen – Rohr- & Kanalservice

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Abgrenzung

Trinkwasserleitungen reinigen – geht das?

Diese Frage erreicht uns regelmäßig, und die ehrliche Antwort beginnt mit einer Abgrenzung: Trinkwasser und Abwasser sind zwei getrennte Systeme mit getrennten Regelwerken und getrennten Fachbetrieben. Was für ein Abflussrohr richtig ist, ist an einer Trinkwasserleitung nicht nur unwirksam, sondern unzulässig.

Kurz gesagt

Rohrreinigung im Sinne dieser Website betrifft Abwasser. Trinkwasserleitungen dürfen nur von Betrieben bearbeitet werden, die im Installateurverzeichnis des Wasserversorgers eingetragen sind, und es dürfen nur Werkstoffe und Verfahren zum Einsatz kommen, die für Trinkwasser bewertet sind. Bei braunem Wasser oder schlechtem Druck sind die üblichen Ursachen korrodierte verzinkte Stahlleitungen aus Bauten vor etwa 1975. Der belastbare Weg ist dort der Austausch, nicht eine Innenreinigung.

Zuständig
Installateur
Häufigste Ursache
verzinkter Stahl
Belastbar
Austausch
Berater zeigt Wasserhähne und Armaturen in einer Sanitärausstellung

Warum die Trennung streng ist

Trinkwasser ist das am stärksten regulierte Lebensmittel. Für Arbeiten an der Hausinstallation gelten die Trinkwasserverordnung, die DIN 1988 sowie die Anforderungen des Wasserversorgers, der eintragungspflichtige Betriebe führt. Werkstoffe müssen für Trinkwasserkontakt bewertet sein. Ein Betrieb, der Abwasserleitungen reinigt, ist damit nicht automatisch berechtigt – und wer das anders darstellt, arbeitet an der Zulassung vorbei.

Was hinter braunem Wasser steckt

In Häusern, die vor Mitte der Siebziger gebaut wurden, liegen häufig verzinkte Stahlleitungen. Die Zinkschicht wird über Jahrzehnte abgebaut, danach korrodiert der Stahl von innen. Das Ergebnis sind Rostpartikel im Wasser, Verengungen und wachsender Druckverlust. Das ist kein Belag, den man abbürstet, sondern Materialverlust an der Rohrwand – der Querschnitt fehlt, und das lässt sich durch Reinigen nicht zurückholen.

Wie mit Verkalkung umzugehen ist

Kalk lagert sich vor allem im Warmwasserbereich und an Armaturen und Duschköpfen ab. Dort ist Entkalken sinnvoll und einfach. In der Leitung selbst ist Kalk in Kupfer- und Kunststoffsystemen selten der begrenzende Faktor. Wenn der Druck nachlässt, liegt es häufiger an Korrosion, einem zugesetzten Filter, einem defekten Druckminderer oder einem verkalkten Eckventil – vier Dinge, die man prüfen kann, bevor man über Leitungen spricht.

Was zu Rohrinnensanierung zu sagen ist

Es gibt Verfahren, bei denen Leitungen mit Strahlmittel gereinigt und anschließend innen mit Kunstharz beschichtet werden. Für Trinkwasser ist die Bewertung dieser Verfahren nicht unstrittig: Es kommt auf die Zulassung des Werkstoffs, die vollständige Aushärtung und den Nachweis an. Belastbare Langzeitdaten über Jahrzehnte sind dünn. Wenn Ihnen das angeboten wird, verlangen Sie den Zulassungsnachweis des Beschichtungsstoffs für Trinkwasser und die Referenzen mit Alter.

Was zuerst gemessen werden sollte

Vor jeder Entscheidung: eine Wasseranalyse an der Zapfstelle und eine Druckmessung, dazu die Frage nach dem Baujahr und dem Leitungsmaterial. Aus diesen Angaben ergibt sich, ob es ein Armaturen-, ein Warmwasser- oder ein Leitungsproblem ist. Wer ohne diese Daten saniert, saniert möglicherweise das falsche Bauteil – und das ist bei Trinkwasserinstallationen die teure Variante.

Legionellen sind ein eigenes Thema

Wenn es um mikrobiologische Belastung geht, ist nicht Reinigung die Aufgabe, sondern Betriebsweise: Temperaturhaltung, Zirkulation, Vermeidung von Stagnation, in vermieteten Objekten dazu die Prüfpflichten für Großanlagen. Das ist Sache eines Fachplaners oder eines eingetragenen Installateurs mit entsprechender Qualifikation, nicht einer Reinigungsleistung.

Was wir machen und was nicht

Wir arbeiten an Abwasser: Rohrreinigung, Kanalreinigung, Befahrung, Dichtheitsprüfung, Sanierung. An Trinkwasserleitungen arbeiten wir nicht, und wir vermitteln auch keine Innenbeschichtung. Wenn Ihre Frage sich beim Telefonat als Trinkwasserthema herausstellt, sagen wir das und nennen Ihnen, wonach Sie suchen müssen – ein im Installateurverzeichnis Ihres Versorgers eingetragener Betrieb.

Zum Mitnehmen

  • Trinkwasser und Abwasser sind zwei Gewerke mit unterschiedlichen Zulassungen.
  • Brauner Rohrinhalt bedeutet meist Korrosion in verzinktem Stahl – Materialverlust, kein Belag.
  • Vor jeder Sanierung Wasseranalyse, Druckmessung, Baujahr und Material klären.
  • Bei Innenbeschichtung Zulassungsnachweis für Trinkwasser verlangen.

Häufige Fragen

Spülen entfernt loses Material, keine anhaftenden Ablagerungen und keinen fehlenden Querschnitt. Nach Arbeiten am Netz ist Spülen sinnvoll, als Sanierungsmaßnahme nicht.

Weil das Wasser über Nacht in der Leitung gestanden hat und Korrosionsprodukte aufgenommen hat. Das ist ein deutlicher Hinweis auf verzinkte Stahlleitungen und ein Grund, den Zustand fachlich prüfen zu lassen.

Nicht immer sofort. Oft reicht der Austausch der Steigleitungen oder einzelner Abschnitte, je nach Befund. Das ist genau die Entscheidung, für die Analyse und Druckmessung die Grundlage sind.

Am Telefon können wir einordnen, ob es Trinkwasser oder Abwasser betrifft – das ist häufig unklar und dauert zwei Minuten. Alles darüber hinaus gehört in andere Hände, und dazu sagen wir es Ihnen deutlich.

Jetzt frei machen

Ein Anruf, und das Wasser läuft wieder ab.

Wir nennen den Preis, bevor wir anfangen, arbeiten sauber und hinterlassen eine Leitung, die dauerhaft frei bleibt. In Südbaden, Hochrhein & Schwarzwald meist innerhalb von 60 Minuten bei Ihnen.