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Rohr-Reinigungen – Rohr- & Kanalservice

Rohrbruch oder Verstopfung? Notdienst rund um die Uhr – auch Sonn- und Feiertags.

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Werkzeugtest

Abfluss mit Druckluft reinigen

Ein Stoß komprimierte Luft, und der Pfropfen ist weg – so verkaufen sich die Pistolen aus dem Baumarkt. Das Prinzip funktioniert tatsächlich, aber nur bei einer bestimmten Art von Verstopfung. In den übrigen Fällen passiert entweder nichts oder etwas, das man nicht wollte.

Kurz gesagt

Eine Druckluftpistole erzeugt einen kurzen Impuls, der die Wassersäule im Rohr beschleunigt und einen lose sitzenden Pfropfen wegschiebt. Das wirkt bei frischen, weichen Verstopfungen in kurzen Anschlussleitungen. Es wirkt nicht gegen festen Belag, Haare oder Wurzeln, weil dabei nichts abgetragen wird. Vorsicht ist geboten bei alten Steckmuffen, verklebten Guss- und Bleileitungen und in Mehrparteienhäusern: Der Druck sucht sich den Weg des geringsten Widerstands, und der endet manchmal im Siphon des Nachbarn.

Wirkt bei
weichem Pfropfen
Wirkungslos bei
Haaren, Belag
Pflicht
Überlauf abdichten
Klempner löst mit einer Saugglocke eine Verstopfung im Küchenspülbecken

Was der Druckstoß physikalisch macht

Das Wasser im Rohr ist praktisch nicht komprimierbar. Ein Luftimpuls am oberen Ende überträgt sich daher fast verlustfrei auf die Wassersäule und trifft den Pfropfen als kurzer Schlag. Sitzt der locker, weicht er aus und der Weg ist frei. Sitzt er fest, geht die Energie in die Rohrwand und in jede Verbindung – und dort sucht sie sich die schwächste Stelle.

Die Fälle, in denen es funktioniert

Frisch zugesetzte Küchenabläufe mit noch weichem Fett-Speiserest-Pfropfen. Waschbecken, in denen sich Seifenreste zu einem lockeren Klumpen verdichtet haben. Kurze, gerade Anschlussleitungen ohne mehrere Bögen. Gemeinsam ist diesen Fällen: Der Ablauf läuft noch langsam ab, es steht nicht seit Tagen still. Ist der Ablauf vollständig dicht und das Wasser stehend, ist der Pfropf meist schon zu kompakt.

Die Fälle, in denen nichts passiert

Haarknäuel im Duschablauf lassen sich nicht wegblasen, sie geben nach und federn zurück. Verkalkte und mit Urinstein zugewachsene Leitungen haben keinen Pfropfen, sondern einen verengten Querschnitt – da gibt es nichts zu verschieben. Dasselbe gilt für Wurzeln in der Grundleitung und für jeden Fremdkörper mit fester Form. Wenn der zweite Stoß nichts bringt, bringt der zehnte es auch nicht.

Wo es gefährlich wird

In Altbauten mit gesteckten Muffen kann ein Druckstoß eine Verbindung lösen – die Undichtigkeit sitzt dann in der Wand oder unter dem Estrich und zeigt sich erst als Feuchteschaden. In Mehrparteienhäusern kann der Impuls über die gemeinsame Anschlussleitung in einen anderen Siphon durchschlagen und dort Abwasser ins Becken drücken. Und bei Sanitärkeramik mit Haarrissen genügt der Schlag manchmal, um daraus einen richtigen Riss zu machen.

Wenn schon, dann so

Überlauf am Becken mit einem feuchten Lappen dicht verschließen, sonst entweicht der Druck dorthin. Bei Doppelspülen den zweiten Ablauf ebenfalls verschließen. Aufsatz plan aufsetzen, mit der niedrigsten Stufe beginnen und höchstens zwei bis drei Stöße geben. Danach mit reichlich warmem Wasser nachspülen. Bringt das nichts, wechseln Sie das Werkzeug statt die Intensität – der nächste Schritt ist die Spirale, nicht die höhere Stufe.

Warum Fachbetriebe anders arbeiten

Weil Druckluft nichts entfernt. Professionelle Spültechnik trägt Belag mit Wasser ab und transportiert ihn zum Kanal, die Spirale schneidet und zieht heraus. Beides hinterlässt einen freien Querschnitt, kein verschobenes Problem. Wo ein Druckstoß den Abfluss kurzfristig rettet, ist er trotzdem ein Hinweis: Die Ursache liegt noch im Rohr.

Zum Mitnehmen

  • Druckluft verschiebt einen Pfropfen, sie entfernt keinen Belag.
  • Sinnvoll nur bei frischen, weichen Verstopfungen in kurzen Leitungen.
  • Überlauf und zweiter Ablauf müssen dicht sein, sonst entweicht der Druck.
  • In Altbau und Mehrparteienhaus ist die Spirale die sichere Wahl.

Häufige Fragen

Zwei bis drei auf niedriger Stufe. Wenn sich danach nichts bewegt, ist die Verstopfung nicht vom Typ, gegen den das Werkzeug hilft – mehr Druck erhöht nur das Risiko.

Besser nicht. Der Weg hinter der Keramik hat mehrere Kehren, der Impuls verpufft, und im schlechteren Fall drückt er Spritzwasser ins Bad. Für das WC ist die Glocke mit Manschette das passendere Werkzeug.

Davon ausdrücklich abraten. Ein Kompressor liefert Dauerdruck statt Impuls, und ein Abwasserrohr ist kein Druckbehälter. Für gelöste Muffen und aufgeplatzte Anschlüsse ist das der zuverlässigste Weg.

Weil der Pfropf nur ein Stück weitergeschoben wurde und jetzt an einer engeren Stelle sitzt. Das ist typisch und der Grund, warum der Effekt beim zweiten Mal meist ausbleibt.

Jetzt frei machen

Ein Anruf, und das Wasser läuft wieder ab.

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